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Neben Staaten (siehe Fact Sheet: Die Rollen und Beiträge von Staaten im Bereich Friedensmediation)
sind auch andere Drittparteien im Bereich Friedensmediation tätig. Vor allem
internationale Organisationen und Nichtregierungsorganisationen haben in den letzten
zehn Jahren eine immer wichtigere Rolle übernommen und verstärkt mit Staaten im Bereich
Friedensmediation zusammengearbeitet. Im Folgenden wird ein Überblick über die
Merkmale und Stärken dieser Akteure geboten.



Mediation und Dialog in Unterkünften für Geflüchtete und in deren Umfeld

Sowohl in Bezug auf Konflikte zwischen Geflüchteten in Gemeinschaftsunterkünften wie auch Konflikte zwischen Geflüchteten und Mitarbeitenden der Einrichtungen und Konflikte mit Anwohnenden existiert eine Vielfalt von Erfahrungen und Ansätzen, die in diesem Artikel dargestellt werden.



Konfliktanalyse ist von essenzieller Bedeutung für die Planung und die Gestaltung von Konfliktbearbeitungsverfahren
und insbesondere von Mediationsprozessen. Unzureichende
Analysen werden von Forschern wie Praktikern als einer der häufigsten Gründe für mangelnde
Wirksamkeit oder gar das Scheitern von mediativen Interventionen genannt.



Friedensmediation ist ein Oberbegriff, der eine Vielfalt von Instrumenten zur Bearbeitung von
inner- und zwischenstaatlichen Konflikten umfasst. Dazu gehören Mediation, Mediation Support-
Ansätze und mediationsverwandte Dialogprozesse. Solche Mediations- oder Dialogprozesse
können aktiv durch externe Akteure mit entsprechenden Mandaten und Mediationsstrukturen
unterstützt werden. Staaten spielen eine zentrale Rolle in diesem Bereich und können
wirksame Beiträge leisten. Auch im Auswärtigen Amt bündelt die im März 2015 gegründete
Abteilung S für Krisenprävention, Stabilisierung und Konfliktnachsorge Kompetenzen und fungiert
als Focal Point bezüglich Mediation und Mediation Support. Zudem befindet sich das Auswärtige
Amt auf diesem Gebiet in intensivem Austausch mit einer Reihe von nichtstaatlichen
deutschen Akteuren, die sich in der Initiative Mediation Support Deutschland (IMSD) zusammengeschlossen
haben.



Normen beschreiben kollektiv etablierte Annahmen in Bezug auf ein situativ „richtiges“
Verhalten. Da es im Rahmen von Friedensmediation zahlreiche Verhaltensentscheidungen
mit Blick auf das Verfahren und die Verhandlungsmaterie zu treffen gilt, spielen Normen
naturgemäß eine große Rolle in der praktischen Arbeit von Vermittlern. Mediationsprozesse
sind dabei durch eine Vielzahl unterschiedlicher normativer Bezugssysteme gekennzeichnet,
darunter: Methodische Erfahrungswerte für das Gelingen von Mediationsverfahren,
ethische Grundsätze zum Erhöhen der Akzeptanz und zur Vermeidung von Schaden, Regelungen
zum spezifischen politischen Mandat der Drittpartei und natürlich die rechtlichen
Rahmensetzungen nationaler Gesetze und internationaler Vorschriften.



Die sichtbarste Rolle von Staaten im Bereich Friedensmediation ist die einer offiziellen
Drittpartei. Zu den etabliertesten Staaten im Bereich Friedensmediation gehören Finnland,
Norwegen und die Schweiz. Insbesondere in Situationen, in denen ein Staat seine Allparteilichkeit
gegenüber den Konfliktparteien weitestgehend wahren kann, stellen Staaten als
Mediatoren eine reelle Chance dar, zur Lösung eines Konflikts beizutragen. Gerade in Kontexten,
in denen aus historischen, geopolitischen oder kulturellen Gründen ein positives
Verhältnis des potenziell mediierenden Staates zu den Konfliktparteien besteht, wächst die
Wahrscheinlichkeit, dass dem Staat auch das notwendige Vertrauen aller Parteien entgegengebracht
wird. Weitere Faktoren und Eigenschaften von Staaten bieten klare Vorteile im
Vergleich zu anderen Drittparteien: Das politische oder wirtschaftliche Gewicht des Landes,
die Vernetzung und der Zugang seiner Vertreter zu hochrangigen diplomatischen Kreisen,
die Fähigkeit eines Staates, relevante Akteure zusammenzubringen (Convening Power), die
Erleichterung von Reiseformalitäten (z. B. Visa) für Konfliktakteure sind nur einige exemplarische
Vorzüge der Mediation durch Staaten.



Empathie versus Realpolitik

Zur Bedeutung von Haltung und »micro-skills« in der Friedensmediation

Mediation in Friedensprozessen orientiert sich zunehmend an fachlichen Standards – und doch: Eine wirklich mediative Haltung, wie sie in der Organisations- und Familienmediation als wichtig beschrieben wird, ist noch nicht essentieller Bestandteil des Mediationsverständnisses politischer Akteure. In der Tat ist es schwer vorstellbar wie eine solche Haltung von Mediator_innen und ein entsprechendes (Kommunikations-) verhalten angesichts realpolitischer Zwänge einen entscheidenden Einfluss auf politische Mediationsverfahren haben können. Und doch spricht einiges dafür.



Konfliktfrei inmitten der Menschen-Palette

Konfliktfrei inmitten der Menschen-Palette.

Im besten Fall schätzen wir Diversität als eine Bereicherung, im schlechtesten Fall bringt sie uns an die Grenzen unseres Verständnisses für das andere. Die EB-Zürich-Dozenten und -Experten in interkultureller Kommunikation, Consolata Peyron und Holger Specht, erklären, wie es gelingen kann, kulturbedingte Konflikte zu lösen oder zu vermeiden. 

 

 



Experten zur Zertifizierungsverordnung: Ljubjana Wüstehube und Dirk Splinter – inmedio Berlin

Mediation aktuell im Gespräch mit renommierten ExpertInnen

Zur Zertifizierungsverordnung wurden Ljubjana Wüstehube und Dirk Splinter in der Reihe "Mediation aktuell im Gespräch mit renommierten ExpertInnen" von "Mediation aktuell" erscheinend im Wolfgang Metzner Verlag interviewt. Die Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren (ZMediatAusbV) – erlassen vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) – steht weiterhin im Fokus zahlreicher Veranstaltungen und Diskussionen.
Wie wird die Verordnung von MediatorInnen, AusbilderInnen, GüterichterInnen oder RechtsanwältInnen bewertet?
Der vollständige Text und weitere Interviews sind auf der Verlagsseite zu finden.



Federal Foreign Office & Initiative Mediation Support Deutschland (IMSD): Conference Report, 2017