Publikationen


Mediation und Dialog in Unterkünften für Geflüchtete und in deren Umfeld

Sowohl in Bezug auf Konflikte zwischen Geflüchteten in Gemeinschaftsunterkünften wie auch Konflikte zwischen Geflüchteten und Mitarbeitenden der Einrichtungen und Konflikte mit Anwohnenden existiert eine Vielfalt von Erfahrungen und Ansätzen, die in diesem Artikel dargestellt werden.



Konfliktanalyse ist von essenzieller Bedeutung für die Planung und die Gestaltung von Konfliktbearbeitungsverfahren
und insbesondere von Mediationsprozessen. Unzureichende
Analysen werden von Forschern wie Praktikern als einer der häufigsten Gründe für mangelnde
Wirksamkeit oder gar das Scheitern von mediativen Interventionen genannt.



Buchcover - Wie Ziegen und Fische fliegen lernen.

Wilfried Kerntke, Wie Ziegen und Fische fliegen lernen. Die Entwicklungskraft von Konflikten in Unternehmen

Konflikte im Unternehmen sind Managementaufgabe. Sie sind nicht das Privateigentum der Beteiligten, sondern sie gehören dem Unternehmen. Kerntke zeigt, wie Führungskräfte damit selbstbewusst arbeiten können und die Entwicklungskraft der Konflikte für die Organisation entfalten.
Gebunden, 155 Seiten, Metzner Verlag, Frankfurt am Main, 2018


Friedensmediation ist ein Oberbegriff, der eine Vielfalt von Instrumenten zur Bearbeitung von
inner- und zwischenstaatlichen Konflikten umfasst. Dazu gehören Mediation, Mediation Support-
Ansätze und mediationsverwandte Dialogprozesse. Solche Mediations- oder Dialogprozesse
können aktiv durch externe Akteure mit entsprechenden Mandaten und Mediationsstrukturen
unterstützt werden. Staaten spielen eine zentrale Rolle in diesem Bereich und können
wirksame Beiträge leisten. Auch im Auswärtigen Amt bündelt die im März 2015 gegründete
Abteilung S für Krisenprävention, Stabilisierung und Konfliktnachsorge Kompetenzen und fungiert
als Focal Point bezüglich Mediation und Mediation Support. Zudem befindet sich das Auswärtige
Amt auf diesem Gebiet in intensivem Austausch mit einer Reihe von nichtstaatlichen
deutschen Akteuren, die sich in der Initiative Mediation Support Deutschland (IMSD) zusammengeschlossen
haben.



Normen beschreiben kollektiv etablierte Annahmen in Bezug auf ein situativ „richtiges“
Verhalten. Da es im Rahmen von Friedensmediation zahlreiche Verhaltensentscheidungen
mit Blick auf das Verfahren und die Verhandlungsmaterie zu treffen gilt, spielen Normen
naturgemäß eine große Rolle in der praktischen Arbeit von Vermittlern. Mediationsprozesse
sind dabei durch eine Vielzahl unterschiedlicher normativer Bezugssysteme gekennzeichnet,
darunter: Methodische Erfahrungswerte für das Gelingen von Mediationsverfahren,
ethische Grundsätze zum Erhöhen der Akzeptanz und zur Vermeidung von Schaden, Regelungen
zum spezifischen politischen Mandat der Drittpartei und natürlich die rechtlichen
Rahmensetzungen nationaler Gesetze und internationaler Vorschriften.



Fact Sheet: Basics of Mediation

Federal Foreign Office and the Initiative Mediation Support Deutschland (IMSD), Fact Sheet Series "Peace Mediation and Mediation Support", January 2017.



From shared truths to joint responsibility. Training Manual for Mediators and Dialogue Facilitators. Berlin/Kathmandu, 2017.

This manual has been developed to enable the wider distribution of the sha:re approach of dialogue facilitation within the Nepali society. It is designed for Nepali trainers who are supposed to train facilitators ans mediators using this approach. However, it is not restricted to the Nepali context. We hope that this manual can inspire dedicated people in different parts of the world who assist peaceful settlements of conflicts and support reconciliation within societies. We would be more than happy, if this contributes even in a small way to reducing resentment and mistrust, rooted in the past, in different ethnic, social and religious backgrounds or gender.

This is a practical manual for trainers. It is designed as a 10-day training workshop. Nevertheless, it is also possible to use the individual exercises separately. The aim of the 10-day training is twofold: First, the participants in this training shall be enabled to facilitate dialogue groups (according to the sha:re approach); second, they shall be enabled to conduct mediations in families, neighborhoods and communities.

 

 



Cover von Organisationen klug gestalten

In: Roehl /Asselmeyer (Hrsg.), Organisationen klug gestalten. Das Handbuch für Organisationsentwicklung und Change Management. Stuttgart (Schäffer-Poeschel), 2017, S. 142 ff

Der Aufsatz bietet einen knappen Abriss von Kerntkes Modell der Konfliktdynamik in Organisationen.



Empathie versus Realpolitik

Zur Bedeutung von Haltung und »micro-skills« in der Friedensmediation

Mediation in Friedensprozessen orientiert sich zunehmend an fachlichen Standards – und doch: Eine wirklich mediative Haltung, wie sie in der Organisations- und Familienmediation als wichtig beschrieben wird, ist noch nicht essentieller Bestandteil des Mediationsverständnisses politischer Akteure. In der Tat ist es schwer vorstellbar wie eine solche Haltung von Mediator_innen und ein entsprechendes (Kommunikations-) verhalten angesichts realpolitischer Zwänge einen entscheidenden Einfluss auf politische Mediationsverfahren haben können. Und doch spricht einiges dafür.