Sexualpädagogik trifft Prävention sexualisierter Gewalt

20.04.2017

Eine Kooperationsfachtagung – gemeinsam liebevoll gestaltet von der BZgA und der DGfPI in Frankfurt (Link zum Programm).

Ausgezeichnet, wie mediativ die Veranstaltenden die beiden Professionen miteinander in den Austausch brachten. Vorträge wurde dialogisch inszeniert, die Teilnehmenden als Expert_innen gewertschätzt und aktiv an der Fachtagung beteiligt. Schon zu Beginn animierte ein Meinungsbarometer zur Positionierung zu Thesen wie „Sexualpädagogik ist Teil der Prävention sexualisierter Gewalt“ oder „Sexualpädagogik und Prävention sexualisierter Gewalt – zwei Seiten einer Medaille“. Positionierte stellten ihre Impulse dem Fachpublikum zur Verfügung.

Am zweiten Tag fanden wir uns an moderierten Thementischen à la world café zu Fragestellungen wie „Spielt das Geschlecht noch eine Rolle?“ oder „Umgang mit Grenzen – achten oder herausfordern?“ wieder. Ergebnisse der Diskutierenden wurden auf kreativ vorbereiteten Flipcharts festgehalten (Beispiel Diskussionsergebnis „Spielt das Geschlecht noch eine Rolle?“).

Für mich (Holger Specht) war die Ausstellung über die Geschichte der beiden Disziplinen ein echter Höhepunkt und zugleich ein Blick auf meine eigene Biographie der Aufklärung. Dargestellt wurden auf informativ bereiteten Plakatwänden die Geschichtsstränge ab den 50er Jahren bis heute (Beispiel Plakatwand 90er Jahre). Vitrinen stellten Bücher und Material aus den Jahrzehnten aus (Beispiel).

Ein Zitat von Frau Brigitte Braun (BZgA) – vielleicht nur anteilig von mir richtig wiedergegeben – rundet für mich die inspirierende Veranstaltung ab: Betrachten wir die Professionen als Kuchen, so sollte im Kuchen „Prävention sexualisierter Gewalt“ ein Stück Sexualpädagogik vorkommen, um Geschehenes besprechbar zu machen. Und im Kuchen „Sexualpädagogik“ sollte Grenzen achten eine Rolle spielen.

Überzeugend auch das graphic recording von Jana Kreisl – das Titelbild dieses Postings ist von ihr. (Link zu den anderen Plakaten)

So ganz nebenbei und unverhofft war die Begegnung mit Iris Hölling, Sonja Blattmann und Ulli Freund eine große Freude den Referentinnen unserer Fachfortbildung „Kein Raum für sexuelle Gewalt“, die wir ab November wieder in Kooperation mit der Jugendbildungsstätte Burg Ludwigstein anbieten (Link zur Fortbildung). Hier ein Selfie :-) mit Sonja, Ulli und mir.

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